Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 mindern

Dem Landesklimaschutzgesetz zufolge sind die Treibhausgasemissionen in Rheinland-Pfalz bis 2020 mindestens um 40 Prozent zu reduzieren, bis 2050 ist Klimaneutralität anzustreben, mindestens jedoch eine Reduktion um 90 Prozent gegenüber 1990 zu erreichen. Wichtigstes Instrument zur Umsetzung ist ein Klimaschutzkonzept, das Anfang November 2015 veröffentlicht wurde. Im Klimaschutzkonzept werden Maßnahmen aufgeführt, die für die Erreichung der Minderungsziele notwendig erscheinen. Damit die mittel- bis langfristigen Zielmarken auch tatsächlich erreicht werden, soll das Klimaschutzkonzept auf Basis der Ergebnisse des ebenfalls gesetzlich festgelegten Monitorings alle vier Jahre fortgeschrieben werden.

Der bereits erwähnten Umfrage zufolge halten 84 Prozent das Klimaschutzkonzept des Landes für eine gute Idee. Um das Klimaschutzkonzept auch in Zukunft auf eine breite gesellschaftliche Grundlage zu stellen, ist gemäß Landesklimaschutzgesetz die Einrichtung eines Beirates für Klimaschutz vorgeschrieben. Dieser Beirat besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der Fraktionen des Landtags, gesellschaftlicher Vereinigungen und Verbände, der kommunalen Spitzenverbände, der Selbstverwaltungskörperschaften der Wirtschaft und der Wissenschaft sowie der als Körperschaften des öffentlichen Rechts anerkannten Religionsgemeinschaften.

Zur vollständigen Nachhaltigkeitsstrategie des Landes: Fortschreibung 2015 >>

Verbindung zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen

Dieses Nachhaltigkeitsziel Rheinland-Pfalz leistet einen Beitrag zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nation, insbesondere SGD 13.2 und 13.3


Nachhaltigkeitsziel der Vereinten Nationen


Indikatoren

Indikatoren der Nachhaltigkeitsstrategie Rheinland-Pfalz:

Treibhausgasemissionen in Mill. Tonnen CO2-Äquivalente

Status aus dem Indikatorenbericht 2017

Der Wert entwickelt sich in den letzten drei Jahren, für die Daten vorliegen, in die gewünschte Richtung.

Um seinen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, hat Rheinland-Pfalz sich durch das Landesklimaschutzgesetz unter anderem dazu verpflichtet, die Treibhausgasemissionen gegenüber 1990, dem Referenzjahr des Kyoto-Protokolls, um 40 Prozent zu senken. 1990 lag der rheinland-pfälzische Ausstoß von Treibhausgasen bei 50,8 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten1, 2015 waren es noch 31,8 Millionen Tonnen. Dies entspricht einer Reduktion um etwas mehr als 37 Prozent. Das Ziel, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 und damit auf 30,5 Millionen Tonnen zu mindern, rückt in erreichbare Nähe. Unterstellt man, analog zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, dass die Minderungsrate in den fünf Jahren von 2015 bis 2020 sich in gleichem Maße vollziehen wird, wie dies in den vergangenen fünf Jahren, also im Zeitraum von 2010 bis 2015 der Fall war, so ergäbe sich eine Minderung der Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 von nahezu 43 Prozent. Das Ziel wäre damit erreicht.

Ob dies allerdings tatsächlich gelingen wird, ist mit Unsicherheiten behaftet. Denn die erreichten Minderungen sind zu einem nicht unerheblichen Teil auf den Rückgang der Lachgasemissionen zurückzuführen. Eine derartige Minderung ist in diesem Ausmaß für die nächsten Jahre ausgeschlossen. Der Rückgang der Kohlendioxidemissionen fiel hingegen mit 4,6 Prozent seit 1990 eher gering aus.

1In Rheinland-Pfalz gehen Kohlendioxid, Methan und Lachgas in die Erhebung ein, Methan und Lachgas entsprechend ihres Klimaeffektes in CO2-Äquivalente umgerechnet. Die sogenannten Kyoto-Gase, also die im Kyoto-Protokoll 1997 als solche vereinbarten Treibhausgase, sind zusätzlich Stickstofftrifluorid, teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe, perfluorierte Kohlenwasserstoffe sowie Schwefelhexafluorid und werden hier nicht berücksichtigt, da auf Länderebene keine entsprechenden Daten vorliegen. Allerdings machen die drei erfassten Gase in Deutschland mehr als 98 Prozent der Kyoto-Gase aus. In der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie werden alle Kyoto-Gase berücksichtigt, so dass ein Vergleich nur eingeschränkt möglich ist.

Zum vollständigen Indikatorenbericht 2017 >>


Kommentare

Tiere werden nur gezüchtet, um uns Menschen satt zu machen. Allerdings wird dafür doppelt soviel Landfläche benötigt, einmal für die Nahrung der Tiere anzubauen und andererseits für die Tiere selbst. Würde man auf diesen beiden Flächen Nahrung direkt für uns Menschen anbauen, so würde man einen Zwischenschritt in der Nahrungskette sparen und die Lebensmittel könnten effizienter genutzt werden. Somit fallen die Treibhausgasemissionen von der Verarbeitung des Tieres bis hin zum Verkauf des Fleisches weg und können gespart werden.
Durch ein eingeführtes Tempolimit von 120 km/h wäre eine Verringerung der CO2 Emission möglich. Auch Inlandsflüge könnten vermindert oder ganz verboten werden. Wohingegen jedoch die Bahn eine günstigeres und vielseitigeres Reiseangebot anbieten sollte. Radwege in Großstädten ausbessern. Motorsport verbieten!
Mehr Holzhäuser, weniger Betonbauten
Mehr Holzhäuser, weniger Betonbauten
Der Autoverkehr innerhalb des Landes gerät komplett auser Kontrolle. --> Autoverbot in Innenstädten Ausbau/Reaktivierung des Schienennetzes und des ÖPNV's durch Busse für eine effizientere Nutzung der zur Verfügung stehenden Infrastruktur. (PKW's sind unglaublich ineffizient) Abschaltung der Gas und Kohlekraftwerke und massiven Ausbau der Erneuerbaren Energien (Aufhebung des Ausbaudeckels und massive Beschleunigung des Genehmigungsverfahrens)
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