Die weitere Zerschneidung der Landschaft stoppen

Zum Erhalt der biologischen Vielfalt gehören insbesondere der Ausbau des Biotopverbunds, gezielte Artenschutzprojekte, eine naturnahe Waldbewirtschaftung, das europäische Schutzgebietsnetz „Natura 2000“ und die Erstellung der Natura 2000-Bewirtschaftungspläne verbunden mit gezielter Maßnahmenumsetzung in den einzelnen Gebieten. Aus Sicht der Landesregierung muss zudem der erfolgreiche Trend der letzten Jahre, die Zerschneidung der Landschaft zu stoppen beziehungsweise sogar geringfügig zurückzufahren, fortgesetzt werden.

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Verbindung zu den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen

Dieses Nachhaltigkeitsziel Rheinland-Pfalz leistet einen Beitrag zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nation, insbesondere SGD 15.5


Nachhaltigkeitsziel der Vereinten Nationen


Indikatoren

Indikatoren der Nachhaltigkeitsstrategie Rheinland-Pfalz:

Unzerschnittene verkehrsarme Räume (UZVR) über 100 km2


Status aus dem Indikatorenbericht 2017

Der Wert entwickelt sich in den letzten drei Jahren, für die Daten vorliegen, in die gewünschte Richtung.

Das Ziel, die weitere Zerschneidung der Landschaft in Rheinland-Pfalz zu stoppen, wird erreicht. Zwar sind aufgrund methodischer Veränderungen die Werte des Jahres 2010 mit den Vorjahren nicht direkt vergleichbar; gleichwohl sieht das Statistische Landesamt für Rheinland-Pfalz keine offensichtlich dadurch bedingten Veränderungen der Ergebnisse. Da allerdings nur wenige Werte vorhanden sind, ist die Tendenz weder als stabil zu bezeichnen, noch ist sie statistisch belastbar. Zudem bezieht sich der jüngste zur Verfügung stehende Wert auf das Jahr 2010, so dass eine Aussage über eine Tendenz, die bis in die Gegenwart hineinreicht, nur sehr bedingt sinnvoll erscheint.

In diesem Rahmen ist festzustellen, dass sich die Situation in Rheinland-Pfalz in der Tendenz leicht verbessert. Konnten im Jahre 1990 noch 19,3 Prozent der Landesfläche als unzerschnittene verkehrsarme Räume über 100 km2 gelten, waren es im Jahre 2005 20,7 und 2010 22,2 Prozent. In Deutschland insgesamt verläuft die Entwicklung in den Jahren 2000 bis 2010 in eine gegensätzliche Richtung, wobei der Wert für Rheinland-Pfalz noch etwas niedriger liegt als der für den Bund.

Um das Ziel zu erreichen, die weitere Zerschnei­ dung der Landschaft zu stoppen, treibt die Landes- regierung die Erhaltung von Natur und Landschaft weiter voran. Dies geschieht insbesondere durch

  • die Erhaltung unzerschnittener verkehrsarmer Räume aufgrund des Festhaltens an dem Grund- satz „Erhalt vor Neubau“;
  • die weitere Entwicklung des Nationalparks Hunsrück-Hochwald, des Biosphärenreservates und der Naturparke in Rheinland-Pfalz;
  • die Erstellung einer Bedarfsliste für Grünbrücken und Querungshilfen, die die Zerschneidungen von Natur und Landschaft mindern beziehungs- weise als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen dienen können.

Weitere Informationen: https://mueef.rlp.de/en/themen/naturschutz/aktion-gruen/biologische-vielfalt/ 

Zum vollständigen Indikatorenbericht 2017 >>


Kommentare

Es wäre gut wenn private Waldbesitzer angemessen berücksichtigt werden um ihr Ökokonto einem Projekt zuzuordnen.
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