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Hier finden Sie Informationen zu dem von Ihnen ausgewählten Nachhaltigkeitsziel der Vereinten Nationen sowie zu den damit verbundenen Zielen aus der Nachhaltigkeitsstrategie Rheinland-Pfalz. Sehen Sie die letzten Kommentare zu den Nachhaltigkeitszielen Rheinland-Pfalz ein und wählen Sie die für Sie wichtigsten Ziele (Feld: Ist mir wichtig) aus. Für eine Detailansicht mit Informationen zu den Zielen, den Indikatoren und des Status der Zielerreichung klicken Sie auf das entsprechende Ziel. Kommentierungen (Feld: Kommentieren) können Sie nach Ihrer Registrierung vornehmen. Sie werden nach einer Prüfung unserer Verhaltensregeln durch die Moderatoren auf der Plattform angezeigt werden. Bitte beachten Sie dazu auch die Netiquette.

Nachhaltigkeitsziel der Vereinten Nationen: Nachhaltige/r Konsum und Produktion

Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen

Was soll erreicht werden?

  1. Den Zehnjahres-Programmrahmen für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster umsetzen, wobei alle Länder, an der Spitze die entwickelten Länder, Maßnahmen ergreifen, unter Berücksichtigung des Entwicklungsstands und der Kapazitäten der Entwicklungsländer
  2. Bis 2030 die nachhaltige Bewirtschaftung und effiziente Nutzung der natürlichen Ressourcen erreichen
  3. Bis 2030 die weltweite Nahrungsmittelverschwendung pro Kopf auf Einzelhandels- und Verbraucherebene halbieren und die entlang der Produktions- und Lieferkette entstehenden Nahrungsmittelverluste einschließlich Nachernteverlusten verringern
  4. Bis 2020 einen umweltverträglichen Umgang mit Chemikalien und allen Abfällen während ihres gesamten Lebenszyklus in Übereinstimmung mit den vereinbarten internationalen Rahmenregelungen erreichen und ihre Freisetzung in Luft, Wasser und Boden erheblich verringern, um ihre nachteiligen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt auf ein Mindestmaß zu beschränken
  5. Bis 2030 das Abfallaufkommen durch Vermeidung, Verminderung, Wiederverwertung und Wiederverwendung deutlich verringern
  6. Die Unternehmen, insbesondere große und transnationale Unternehmen, dazu ermutigen, nachhaltige Verfahren einzuführen und in ihre Berichterstattung Nachhaltigkeitsinformationen aufzunehmen
  7. In der öffentlichen Beschaffung nachhaltige Verfahren fördern, im Einklang mit den nationalen Politiken und Prioritäten
  8. Bis 2030 sicherstellen, dass die Menschen überall über einschlägige Informationen und das Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung und eine Lebensweise in Harmonie mit der Natur verfügen

Wie soll das Ziel erreicht werden?

  1. Die Entwicklungsländer bei der Stärkung ihrer wissenschaftlichen und technologischen Kapazitäten im Hinblick auf den Übergang zu nachhaltigeren Konsum- und Produktionsmustern unterstützen
  2. Instrumente zur Beobachtung der Auswirkungen eines nachhaltigen Tourismus, der Arbeitsplätze schafft und die lokale Kultur und lokale Produkte fördert, auf die nachhaltige Entwicklung entwickeln und anwenden
  3. Die ineffiziente Subventionierung fossiler Brennstoffe, die zu verschwenderischem Verbrauch verleitet, durch Beseitigung von Marktverzerrungen entsprechend den nationalen Gegebenheiten rationalisieren, unter anderem durch eine Umstrukturierung der Besteuerung und die allmähliche Abschaffung dieser schädlichen Subventionen, um ihren Umweltauswirkungen Rechnung zu tragen, wobei die besonderen Bedürfnisse und Gegebenheiten
  4. der Entwicklungsländer in vollem Umfang berücksichtigt und die möglichen nachteiligen Auswirkungen auf ihre Entwicklung in einer die Armen und die betroffenen
  5. Gemeinwesen schützenden Weise so gering wie möglich gehalten werden

Nachhaltigkeitsziele Rheinland-Pfalz

Den Stromverbrauch bis zum Jahr 2030 bilanziell zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien decken
Energieverbrauch belastet die Umwelt sehr. Ich finde der ganze Energieverbrauch sollte durch erneuerbare Energie gedeckt werden, vor allem druch Windräder. Windräder produzieren sehr viel erneuerbare Energie in wenig Zeit, sind dazu noch gut um den CO²-Ausstoß zu vermindern. Das Problem dabei ist leider, dass die Windräder nur in Regionen stehen dürfen in denen viel Wind ist. Trotzdem sollte man so viele Windräder bauen, um den ganzen Energieverbrauch zu decken und um schließlich auch die ganze Energieversorgung mit ernuerbarer Energie zu betreiben.
DA GEHEN VIELZUVIELE Arbeitsplätze verloren das darf man nicht so machen
Das fordert der BUND seit 2010. Die alte Landesregierung hatte das im Programm. Neue Besen kehren nicht immer gut.
Naturparke zu nachhaltigen Modellregionen entwickeln
Ein sehr nett klingendes Ziel, dem man nur zustimmen kann- aber ohne zu klären, WIE man dahin kommen möchte und WIE so eine Modellregion genau aussehen soll ist es nichts als eine leere Worthülse. Was genau soll eine Modellregion sein? Modell für was? Gibt es Vorbilder? Wie will man dahin kommen?
Die Energieproduktivität steigern
Nach dem Motto, „Die beste Energie ist die, die gar nicht erst verbraucht wird,“ sollte im Rahmen eines Energiecontrollings durch den Einsatz von elektronischen Messgeräten in allen Räumen die Energieverbräuche der Verwaltungs- und Schulgebäude im Hinblick auf Heizung, Strom und Wasser analysiert werden. Der Rhein-Hunsrück-Kreis hat so mit zum Teil diffizilen Maßnahmen innerhalb von 12 Jahren die Heizkosten um 25%, den Wasserverbrauch um 26% und den Stromverbrauch um rechnerisch 25% (5%) gesenkt (der letzte Wert ist rechnerisch, weil zur gleichen Zeit erhebliche Mehrverbräuche durch die Einrichtung von energieintensiven Serverräumen, Mensen und Ganztagsschulbetrieben stattfanden und die Ersparnis auf 5 % reduzierten). Gleichzeitig sank der CO2 Wert um 9500 Tonnen und insgesamt konnte ein Betrag von zwei Mio. Euro eingespart werden. Die Aufträge gingen meistens an heimische Unternehmen. Ohne diese Maßnahmen hätte der Rhein-Hunsrück-Kreis bei den explosionsartig gestiegenen Energiekosten
Die Begriffe "Energieproduktivität" und "steigern" sind für mich beide zu unscharf und nicht wirklich greifbar! Bereiche und klare Ziele definieren!
Der Anteil an erneuerbaren Energieträgern muss deutlich erhöht werden. Schluss mit Kohle und Atomstrom. Nicht immer mehr Energie kann die Devise sein, es muss auch um Suffizienz gehen und Suffizienzerziehung. Weniger ist mehr!
Die Ressourceneffizienz steigern
Neben dem sicherlich sinnvollen Streben nach einem geringeren Ressourcenverbrauch sollte die Konsistenz, also die Kreislauffähigkeit, direkt zu Beginn berücksichtigt werden. Die Materialien, die wir einsetzen, müssen VOR ihrem Einsatz auf Materialgesundheit, Kreislauffähigkeit und Sinnhaftigkeit überprüft werden. HINTERHER zu überlegen, was mit den alten Produkten geschehen soll, führt meist zu Notlösungen (siehe Downcycling von Plastik).
Es sollten generell nur noch Mehrweggebinde bei der Anlieferung von Verpflegung erlaubt sein. Einzelne Essen in Aluschalen verpackt sind nicht mehr aktuell. Bei der Pausenverpflegung kann ebenfalls ein großer Beitrag zur Müllvermeidung geleistet werden, wenn die Verpackung entsprechend nachhaltig organisiert wird.
Verbot von Einwegtellern und Einwegbesteck, sowie das Verbot von Plastiktüten.
Die Zahl der nach einheitlichen BNE-Kriterien zertifizieren Bildungsanbieter in Rheinland-Pfalz bis 2020 steigern
Im Gegensatz zu den angrenzenden Bundesländern (Hessen und NRW) gibt es in RLP keine Studiengänge mit einem friedens- und/oder entwicklungspolitischen Fokus. Die Schaffung der Friedensakademie Rheinland-Pfalz war ein guter Schritt diese Themen an einer Universität zu stärken, nun sollten auch Studiengänge bspw. im Masterbereich etabliert werden. Absolvent*innen dieser Studiengänge arbeiten in unterschiedlichen Bereichen/ bei unterschiedlichen Institutionen wie Ministerien, Wirtschaft, NGOs und im Bildungsbereich. Durch die Schaffung dieser Studiengänge würden die SDGs in unterschiedlichen Bereichen und auf unterschiedlichen Ebenen gestärkt werden.
Eine Bücherbörse für gebrauchte Schulbücher wäre eine gute Alternative um Materialien weiterzuverwerten und Menschen mit geringem Einkommen Geld einzusparen.
Schulen mehr einbinden in das Thema Nachhaltigkeit: Anwendbare und umsetzbare verschiedene Programme und Lerngruppen entwickeln; qualifizierte Berater an Schulen schicken Nachhaltigkeitslabel kontinuierlich überprüfen und Hilfestellungen zur Weiterentwicklung der Schule vor Ort praktisch leisten. Fachleute regelmäßig an Schulen anbinden.
Bis 2020 berücksichtigen 25 Kommunen in Rheinland-Pfalz bei ihrer Beschaffung soziale und ökologische Kriterien und erlassen einen diesbezüglichen Ratsbeschluss
Die Umsetzung von öko-sozialen Kriterien bei der Beschaffung bietet die Möglichkeit, ein Zeichen für Mensch und Umwelt zu setzen, ressourcensparender zu Beschaffen und einen nachhaltigen Konsum zu fördern. Besonders die Kommunen müssen hier ein Vorbild sein, denn die öffentliche Hand gibt jährlich für Waren und Dienstleistungen gut 400 Milliarden Euro aus und davon entfallen 60% auf die Kommunen.
Es bedarf einer Beratungsstelle beim Land, die Einkäufer bei der öko-sozialen Beschaffung unterstützt. Zusätzlich sollten Weiterbildungs- und Schulungsangebote für die Mitarbeiter in den Verwaltungen angeboten werden. Der Themenbereich der öko-sozialen Beschaffung verdient auch eine größere Bedeutung in Quantität und Qualität in der Ausbildung von Verwaltungsfachkräften.
Wenn das Land die öko-soziale Beschaffung ernst meint, muss es eine Vorbildfunktion gegenüber den Kommunen einnehmen und selbst den eigenen Einkauf umstellen. Daher wäre eine Rechtsgrundlage, die die ILO-Kernarbeitsnormen als verbindlich erklärt, notwendig. Für zukünftige Beschaffungen sollten bei Land und den Kommunen Statistiken geführt werden, die Auskunft darüber geben, wie viele der eingekauften Waren und Dienstleistungen unter ökologischen und sozial verantwortlichen Aspekten eingekauft wurden. Das wäre eine notwendige Grundlage, um darauf aufbauend überprüfbare Zielvereinbarungen zu treffen, die den Fortschritt im Rahmen der öko-sozialen Beschaffung darstellen. Damit Einkäufer in Land und Kommunen zum Kauf von nachhaltigen Produkten angeregt werden, sollte in den jeweiligen Einkaufskatalogen diese Produkte besonders gekennzeichnet bzw. hervorgehoben werden. Außerdem bedarf es einer Beratungsstelle beim Land, die Einkäufer bei der öko-sozialen Beschaffung unterstützt.