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Nachhaltigkeitsziel der Vereinten Nationen: Keine Armut

Armut in allen ihren Formen und überall beenden

Was soll erreicht werden?

 

  1. Bis 2030 die extreme Armut – gegenwärtig definiert als der Anteil der Menschen, die mit weniger als 1,25 Dollar pro Tag auskommen müssen – für alle Menschen überall auf der Welt beseitigen.
  2. Bis 2030 den Anteil der Männer, Frauen und Kinder jeden Alters, die in Armut in all ihren Dimensionen nach der jeweiligen nationalen Definition leben, mindestens um die Hälfte senken.
  3. Den nationalen Gegebenheiten entsprechende Sozialschutzsysteme und -maßnahmen für alle umsetzen, einschließlich eines Basisschutzes, und bis 2030 eine breite Versorgung der Armen und Schwachen erreichen.
  4. Bis 2030 sicherstellen, dass alle Männer und Frauen, insbesondere die Armen und Schwachen, die gleichen Rechte auf wirtschaftliche Ressourcen sowie Zugang zu grundlegenden Diensten, Grundeigentum und Verfügungsgewalt über Grund und Boden und sonstigen Vermögensformen, Erbschaften, natürlichen Ressourcen, geeigneten neuen Technologien und Finanzdienstleistungen einschließlich Mikrofinanzierung haben.
  5. Bis 2030 die Widerstandsfähigkeit der Armen und der Menschen in prekären Situationen erhöhen und ihre Exposition und Anfälligkeit gegenüber klimabedingten Extremereignissen und anderen wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Schocks und Katastrophen verringern.

Wie soll das Ziel erreicht werden?

  1. Eine erhebliche Mobilisierung von Ressourcen aus einer Vielzahl von Quellen gewährleisten, einschließlich durch verbesserte Entwicklungszusammenarbeit, um den Entwicklungsländern und insbesondere den am wenigsten entwickelten Ländern ausreichende und berechenbare Mittel für die Umsetzung von Programmen und Politiken zur Beendigung der Armut in all ihren Dimensionen bereitzustellen.
  2. Auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene solide politische Rahmen auf der Grundlage armutsorientierter und geschlechtersensibler Entwicklungsstrategien schaffen, um beschleunigte Investitionen in Maßnahmen zur Beseitigung der Armut zu unterstützen.

Nachhaltigkeitsziele Rheinland-Pfalz

Bis 2020 berücksichtigen 25 Kommunen in Rheinland-Pfalz bei ihrer Beschaffung soziale und ökologische Kriterien und erlassen einen diesbezüglichen Ratsbeschluss
Die Umsetzung von öko-sozialen Kriterien bei der Beschaffung bietet die Möglichkeit, ein Zeichen für Mensch und Umwelt zu setzen, ressourcensparender zu Beschaffen und einen nachhaltigen Konsum zu fördern. Besonders die Kommunen müssen hier ein Vorbild sein, denn die öffentliche Hand gibt jährlich für Waren und Dienstleistungen gut 400 Milliarden Euro aus und davon entfallen 60% auf die Kommunen.
Es bedarf einer Beratungsstelle beim Land, die Einkäufer bei der öko-sozialen Beschaffung unterstützt. Zusätzlich sollten Weiterbildungs- und Schulungsangebote für die Mitarbeiter in den Verwaltungen angeboten werden. Der Themenbereich der öko-sozialen Beschaffung verdient auch eine größere Bedeutung in Quantität und Qualität in der Ausbildung von Verwaltungsfachkräften.
Wenn das Land die öko-soziale Beschaffung ernst meint, muss es eine Vorbildfunktion gegenüber den Kommunen einnehmen und selbst den eigenen Einkauf umstellen. Daher wäre eine Rechtsgrundlage, die die ILO-Kernarbeitsnormen als verbindlich erklärt, notwendig. Für zukünftige Beschaffungen sollten bei Land und den Kommunen Statistiken geführt werden, die Auskunft darüber geben, wie viele der eingekauften Waren und Dienstleistungen unter ökologischen und sozial verantwortlichen Aspekten eingekauft wurden. Das wäre eine notwendige Grundlage, um darauf aufbauend überprüfbare Zielvereinbarungen zu treffen, die den Fortschritt im Rahmen der öko-sozialen Beschaffung darstellen. Damit Einkäufer in Land und Kommunen zum Kauf von nachhaltigen Produkten angeregt werden, sollte in den jeweiligen Einkaufskatalogen diese Produkte besonders gekennzeichnet bzw. hervorgehoben werden. Außerdem bedarf es einer Beratungsstelle beim Land, die Einkäufer bei der öko-sozialen Beschaffung unterstützt.