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Hier finden Sie Informationen zu dem von Ihnen ausgewählten Nachhaltigkeitsziel der Vereinten Nationen sowie zu den damit verbundenen Zielen aus der Nachhaltigkeitsstrategie Rheinland-Pfalz. Sehen Sie die letzten Kommentare zu den Nachhaltigkeitszielen Rheinland-Pfalz ein und wählen Sie die für Sie wichtigsten Ziele (Feld: Ist mir wichtig) aus. Für eine Detailansicht mit Informationen zu den Zielen, den Indikatoren und des Status der Zielerreichung klicken Sie auf das entsprechende Ziel. Kommentierungen (Feld: Kommentieren) können Sie nach Ihrer Registrierung vornehmen. Sie werden nach einer Prüfung unserer Verhaltensregeln durch die Moderatoren auf der Plattform angezeigt werden. Bitte beachten Sie dazu auch die Netiquette.

Nachhaltigkeitsziel der Vereinten Nationen: Geschlechtergerechtigkeit

Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern

Was soll erreicht werden?

  1. Bis 2030 nach und nach ein über dem nationalen Durchschnitt liegendes Einkommenswachstum der ärmsten 40 Prozent der Bevölkerung erreichen und aufrechterhalten
  2. Bis 2030 alle Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht, Behinderung, Rasse, Ethnizität, Herkunft, Religion oder wirtschaftlichem oder sonstigem Status zu Selbstbestimmung befähigen und ihre soziale, wirtschaftliche und politische Inklusion fördern
  3. Chancengleichheit gewährleisten und Ungleichheit der Ergebnisse reduzieren, namentlich durch die Abschaffung diskriminierender Gesetze, Politiken und Praktiken und die Förderung geeigneter gesetzgeberischer, politischer und sonstiger Maßnahmen in dieser Hinsicht
  4. Politische Maßnahmen beschließen, insbesondere fiskalische, lohnpolitische und den Sozialschutz betreffende Maßnahmen, und schrittweise größere Gleichheit erzielen
  5. Die Regulierung und Überwachung der globalen Finanzmärkte und -institutionen verbessern und die Anwendung der einschlägigen Vorschriften verstärken
  6. Eine bessere Vertretung und verstärkte Mitsprache der Entwicklungsländer bei der Entscheidungsfindung in den globalen internationalen Wirtschafts- und Finanzinstitutionen sicherstellen, um die Wirksamkeit, Glaubwürdigkeit, Rechenschaftslegung und Legitimation dieser Institutionen zu erhöhen
  7. Eine geordnete, sichere, reguläre und verantwortungsvolle Migration und Mobilität von Menschen erleichtern, unter anderem durch die Anwendung einer planvollen und gut gesteuerten Migrationspolitik

Wie soll das Ziel erreicht werden?

  1. Den Grundsatz der besonderen und differenzierten Behandlung der Entwicklungsländer, insbesondere der am wenigsten entwickelten Länder, im Einklang mit den Übereinkünften der Welthandelsorganisation anwenden
  2. Öffentliche Entwicklungshilfe und Finanzströme einschließlich ausländischer Direktinvestitionen in die Staaten fördern, in denen der Bedarf am größten ist, insbesondere in die am wenigsten entwickelten Länder, die afrikanischen Länder, die kleinen Inselentwicklungsländer und die Binnenentwicklungsländer, im Einklang mit ihren jeweiligen nationalen Plänen und Programmen
  3. Bis 2030 die Transaktionskosten für Heimatüberweisungen von Migranten auf weniger als 3 Prozent senken und Überweisungskorridore mit Kosten von über 5 Prozent beseitigen

Nachhaltigkeitsziele Rheinland-Pfalz

Bis 2020 berücksichtigen 25 Kommunen in Rheinland-Pfalz bei ihrer Beschaffung soziale und ökologische Kriterien und erlassen einen diesbezüglichen Ratsbeschluss
Leider wurde dem Ziel Gleichberechtigung der Geschlechter kein Ziel zugewiesen. Die rheinland-pfälzische Nachhaltigkeitsstrategie sollte stärker auf die gesellschaftlichen Bereiche der 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung eingehen: keine Armut, Gleichberechtigung der Geschlechter und reduzierte Ungleichheiten. Frauen und ihre qualifizierte Berufstätigkeit sollte stärker unterstützt werden, um Lohngefälle zwischen Mann und Frau zu begrenzen. Es sollten Möglichkeiten Führungspositionen in Teilzeit auszuüben stark gefördert werden (dies wäre auch für Männer interessant), allen Familien mindestens ab dem 2. Lebensjahr ihrer Kinder eine Betreuung von 7 Stunden am Stück (Vollzeitplätze) zur Verfügung gestellt werden können, Frauen/Männern die Erziehungsverantwortung übernehmen mehr Wertschätzung entgegengebracht werden und ihre berufliche Karriere mit (nicht trotz) Kindern stärker gefördert werden.
Kita- und Schulverpflegung gehören ebenfalls zur Beschaffung. Hier ist die nachhaltige Umsetzung relativ einfach: Speiseplanung mit geringerem Fleischeinsatz generell, Fleisch aus artgerechter Tierhaltung, Einsatz von Bio-Lebensmitteln, saisonales Lebensmittel-Angebot. Die Träger der Kitas und Schulen müssen bei der Beschaffung von Verpflegung oder Lebensmitteln unterstützt und beraten werden. Es braucht weitere Expertise (Berater, Materialien), sodass die nachhaltige Beschaffung von Verpflegungsleistungen flächendeckend bei den Trägern umgesetzt werden kann.
Ein gutes Ziel, mit dem sich durch die Strahlkraft der Kommunen eine große Wirkung erzeugen lässt. Dafür ist es wichtig, die Kommunen und ihre Mitarbeitenden, die sich für eine nachhaltigeres Beschaffung einsetzen, zu unterstützen, damit diese mit dem Know-How und vor allem auch mit Ressourcen ausgestattet werden, die für einen solchen Wandel erforderlich sind. Ein Ratsbeschluss kann nur der Anfang sein!